Spiritualität und Weltbild – Teil 1

Veröffentlicht von Stefan Rath am

Spiritualität und Weltbild

Spiritualität und Weltbild

Seit Anbeginn der Zeit fragt der Mensch nach dem “Warum” und gerade heute stellen wir dieses “Warum” in Frage oder trachten großflächig danach, es durch Erkenntnis im wissenschaftlichen Kontext zu ersetzen… Doch „Warum“ eigentlich? Und warum eigentlich Spiritualität überhaupt?

Die Motivation hinter der Spiritualität

Wenn wir Menschen als fühlende Wesen unser Sein erfahren und durchs Leben gehen, so trachten all die unvermeidbaren Erfahrungen von Hoch- und Tiefschlägen stets danach, unsere bisherigen Überzeugungen zu bestätigen oder zutiefst in Frage zu stellen.

Die ewige Frage nach dem “Warum” mochte sich einerseits aus Leid-Kultur und “Nörglertum” entwickelt haben, stellt andererseits jedoch durchaus einen tief im Menschen sitzenden, reflektierenden Apparat dar der das erschafft, was wir “Ich und mein Leben” nennen.

Jede Katastrophe muss daher bewertet werden, jeder Unsinn kommentiert, jede Schönheit benannt und über jede Stille gesprochen werden. Es dient uns als Zeitvertreib, zur Selbstdarstellung, Kompensation aber auch als Ausdruck, Positionierung und Methode Feedback zu erhalten.

“Zeig Dein wahres Selbst”, “Finde Dein wahres Selbst”, “Wer bist Du wirklich?”

“Du musst doch eine Meinung haben”, “Du musst etwas darstellen” usw. Sie alle sind gesellschaftliche Zeichen einer gut konditionierten Kultur der „vergeblichen Suche nach Glück“, der „Verdrängung des Unwohlseins“ im eigenen Leben. All dies wird dann durchaus gerne auf die eigene Persönlichkeit projiziert der dann, oft im Gegensatz zum äußeren Lebensinhalt, göttliche Natur zugebilligt wird.

Dieser Prozess den wir alle kennen und mehr oder weniger leben ist vor allen Dingen eins: Ein Katalysator

Wenn wir nämlich ewig im selben Kreise laufen, zwingen wir uns damit selbst ihn zu verlassen, obwohl wir es bewusst eigentlich gar nicht wollen und es zu vermeiden trachten, zu groß ist oft der Wunsch die eigene Sicht durchzusetzen, die eigene Überzeugung “recht zu haben” zu verlassen.

Und da jeder Mensch naturgemäß Recht zu haben scheint, entstehen die äußerst spannenden und verlockenden Drama-, Action- oder Liebesgeschichten die wir geneigt sind als Lebensinhalte oder gar Leben selbst zu bezeichnen.

Was dabei erstaunlich ist und wirklich hervorsticht ist die Tatsache, dass es auch in der westlichen Spiritualität oft ganz genau so läuft.

Spirituelle Strömungen

Die Geschichte zeigt deutlich, spirituelle Menschen aller Zeiten meinten meist Recht zu haben

Vom Erlöserglauben der barmherzig die Identität des Einzelnen forderte, bis zum Weisen der das Nichts erklärt, vom Magier und Okkultisten der Recht hat weil er Macht besitzt, bis zum Naturverbundenen mit seinem Grundleitbild, vom Wahrnehmenden und seiner verborgenen Wirklichkeit bis zum Denker, Philosophen und Mathematiker der stets seinen modus operandi als wahr beweisen kann und will…. Sie alle sind Teil eines Prozesses seit Jahrtausenden und sie alle hatten in ihrer eigenen Welt immer recht… Nur in “ihrer eigenen” zwar, doch die Bedeutung dieses Umstandes relativierte sich rasch in Anbetracht der doch gewissen Tatsache, alles sei sowieso eins.

Wer heute auf der Suche nach gelebter Spiritualität in sozialen Medien und den gängigen Werbeangeboten unterwegs ist, trifft auf all diese Formen und darf wählen, welcher er sich zuerst anschließen möchte um auch recht zu haben. Aufgabe der Anbieter ist dabei oft, klar zu kommunizieren, dass sie auch wirklich recht haben… Anfängern darf bei dieser Erkenntnis auch durchaus geholfen werden, indem man ihnen klar macht, warum alle anderen unrecht haben, egal mit welchen Mitteln.

Doch in einem Moment bewusster Stille wird uns allen klar, selbstverständlich gibt es Göttlichkeit wirklich, gibt es Wahrheit, Erlösung und Liebe, wenn halt eben auch nicht in einem Sinne wie er vermittelt werden könnte, ganz gleich von welchem Lehrer oder Anbieter. Auch sind alle Wege gut und richtig in dem Sinn, dass sie Schritte im ewigen “Stirb und Werde” Prozess sind, doch möchte ich die Frage wagen, ob nicht die Zeit gekommen ist, dies auch klar und unmissverständlich auszusprechen und vorzuleben.

Widmen wir uns zunächst also den verschiedenen Strömungen um besser erkennen zu können, was hinter all den Worten und großen Geschichten gelebter Spiritualität steckt.

Siehe dazu auch: Spiritualität und Weltbild – Teil 2

Spiritualität in Form von Kausalität

Der Gedanke einer Kausalität im Leben herrscht praktisch flächendeckend auf dem Globus. Vom Wissenschaftler über den Okkultisten bis hin religiösen Prediger: Sie alle lassen aus einer Ursache eine Wirkung entstehen und verneinen eine Wirkung ohne Ursache.

Dies mag durchaus daran liegen, dass wir alle seit Kindestagen die äußere Wirklichkeit genau so erleben und faktisch aus Vernunftsgründen beginnen, dem Leben zu erklären, dass es so ist wie wir es erleben und nicht anders.

Bekannte Beispiele können sein:

  • Von nichts kommt nichts
  • Selber schuld
  • Musste ja so kommen weil…

Allen gemein ist das Verständnis, dass Ursache und Wirkung nicht unterbrochen werden können und folglich neue Ursachen gesetzt werden müssen um positivere Wirkungen zu erhalten.

Vom Beichten bis zum noch bequemen Ablasshandel, vom Gebet über den Segen, vom Priester bis zum Ritual, von der Anrufung bis zur schamanischen Arbeit:

Alles basiert auf der Idee, dass ohne einen klar ersichtlichen Impuls einer realen, mehr oder weniger benennbaren Kraft keine Veränderung von sich aus geschieht.

Dieser “Motor” knattert von der Börse über die Uni bis hin in die Tiefen der Klöster und okkulten Nischen. “Macht, Wissen und Kraft” sind die Heiligen welche Veränderung bewirken sollen…. Auf deren Anwender und Ausübende blickt dann niemand mehr, zu blendend schön sind die Kräfte, Initiationen und Rituale, als das noch Platz für den Aspekt der Innerlichkeit von Anwendern wäre.

Spiritualität in Form von „Glauben und Vertrauen“

Doch es gab auch stets Menschen, die entweder keine neue Ursache erschaffen konnten weil sie spirituell nicht kundig oder gar zu faul waren bzw. es aus Gründen einfach nicht für erforderlich hielten.

Sie meinten der Glaube wäre die alles verändernde Kraft, jener Urgrund des Mystischen aus der göttliche Intervention erwächst.

Und so beteten Sie in jedem Moment der Zeit in der sie auf das Eintreffen des letzten Gebets warteten und projizierten ihren Frust nur all zu gern auf jene Wilden und Primitiven die da anders dachten und die moderne Aufklärung brachten.

Verächtlichkeit im Namen eines Gottes an den man glaubt war immer ein probates Mittel diesem Existenz einzuhauchen und es war dabei stets egal, dass es nie funktioniert hat.

Der Glaube wurde zum Instrument, zur Entschuldigung, zur Ablenkung um sich nicht wirklich näher beschäftigen zu müssen mit der „schrecklichen Natur aller Dinge“, sowohl Innen wie Außen.

Spiritualität in Form von „Nihilismus und Agnostik“

Selbstverständlich jedoch entwickelten sich auch jene, die zu klug zum Glauben, zu schwach zum inneren Handeln und zu weise zum Denken waren und erkannten für sich folglich klar, dass einfach Nichts die Antwort wäre.

Jeder Glaube, jede Tradition, Verehrung oder Respekterbringung war ihnen ein Dorn im Auge, erinnerte es sie doch daran, dass es “etwas” geben könnte.

So richtete man sich gern bequem im Hause der rationalen Wissenschaft oder Aufklärung ein und belächelte jene verrückten Altvorderen, die da etwas eingebildet fühlten wo lediglich ein Nichts war welches darauf wartete, mathematisch widerlegt zu werden.

Sie bauten und erschufen Großes, boten Arbeit und Inhalt, Luxus und moderne Heilung, machten die unwirklichsten Gegenden fruchtbar, schufen Erfahrungen die es niemals gab und bildeten das Fundament unserer heutigen Spielwiese genannt „die Moderne”.

Spiritualität in Form von „Okkultismus, Schamanismus und Einweihung“

Doch auch diesem Weg schlossen sich wieder nicht alle an. Manche widmeten sich nicht dem was der Intellekt greifen, sondern der Geist sehen und das Wesen fühlen konnten.

Sie waren jene die mit dem interagierten, was andere im Wasser nicht rochen und in der Luft nicht spürten. So schulten sie sich in den Mysterien und erlangten Wissen über feine Zusammenhänge, schulten, trainierten, stählten ihren Willen, ihren Fokus und ihre Imagination, öffneten ihren Geist und erweiterten ihr Bewusstsein.

Die Bindeglieder zwischen Sichtbar und Unsichtbar waren sie für wahrnehmbar und dem heutigen Zeitgeist sind sie fremde Wesen, die wir nur verzerrt und versteckt in Tom Cruise als Vampir oder Buffy im Dämonenkampf getarnt in “kompatibler Form” bestaunen und als große Namen in der „wahren“ okkulten Szene fürchten dürfen.

So machten sie sich den Geist untertan und erlangten Wissen und Macht, doch da sich ihnen die Weisheit durch Wissen nicht erschloss und sich die letzte Tür vor der Ewigkeit nur durch Liebe öffnen lässt, wandten sie sich ab und zogen ein in jene mystischen Keller die wir von Bildern aus Büchern von Geheimlehren kennen.

Spiritualität in Form des Mystizismus

Jene, die womöglich all diese Weltbilder durchlebt und es satt hatten sich

  • zum Wissen pushen zu müssen nur um dann doch wieder unrecht zu haben
  • zum Glauben zu bekennen um doch wieder enttäuscht zu werden
  • zur Ablehnung aller Tiefe zwingen zu müssen um sich doch wieder einem Atem des Ewigen nicht erwehren zu können
  • zum Rechnen zu verpflichten um doch im Palast der Moderne kein Blut des Lebens zu finden

die zogen sich zurück und erschufen die Natur der Mystik. Jenes was alles ist und nicht benannt werden kann, wo es weder darum geht etwas zu sein noch nichts zu sein, wo jeder recht und unrecht hat, jeder stark und schwach ist, wo alles grün und rot und blau und schwarz zugleich ist, wo keine Sicht mehr Sinn macht.

Sie sind die “Aufweicher”, jene die dem globalen Feld der Menschheit das Loslassen geben, welches verhaftete Geist-Strukturen beim ersehnten Sterben unterstützt.

Doch können sie eben nichts erklären, nichts benennen, nichts ausdrücken oder lehren, sie verweilen lediglich still und geben uns ein Lächeln mit auf den Weg.

Spiritualität in Form der „Kultur des puren Lebens“

Solche Agonie ist natürlich nicht jedermanns Sache und so fanden sich schnell jene, die klar erkannten, dass der Sinn des Lebens nicht im Wissen, Erkennen und Verstehen lag, nicht im Denken oder Meistern, nicht in der Philosophie oder dem totalen Loslassen, sondern einzig und alleine im Leben und den Lebenserfahrungen selbst.

“Welch Abart dieses Wunder wegzuwerfen, freut euch der Intensität und Schönheit des Lebens, genießt es in allen Facetten, geht an die Grenzen und erfahrt, wofür ihr hergekommen seid, lebt das Leben anstatt es durchdringen zu wollen”.

Intensität wurde das neue Ambrosia, der Kick und die Grenzerfahrung zur neuen Mystik. Vergessen waren Wissen und Gelehrte, das Dunkle war von den Trieben genommen, Hemmungslosigkeit wurde zur neuen Stärke die selbst dem Tyrannen im Außen zu trotzen vermochte.

Spiritualität in der heutigen Zeit

All dies bedacht und durchlebt bleibt dem Menschen von heute entweder die Frage: Ja, was ist denn nun richtig? oder etwas, das Träumer und Engelskundler stets die “Neue Zeit” nannten oder von Astrologen und Sehern stets als „Das Vereinen aller Strömungen und der Beginn einer eben wirklich neuen Zeit“ prophezeit wurde.

Heute sind wir in modernen Ländern endlich fähig

  • hemmungslos zu genießen ohne anrüchig zu sein,
  • an uns und die Liebe anderer zu glauben ohne naiv zu sein,
  • ein Universitätsstudium zu absolvieren ohne Gott zu verlassen,
  • okkult zu arbeiten ohne verbrannt zu werden,
  • uns darstellend vor allen zu erklären ohne getötet zu werden,
  • uns diesem oder jenem frei anzuschließen ohne verurteilt zu werden.

Betrachtet man die heute mehr und mehr aufkeimenden Bewusstseinsphänomene so scheint es, als wären wir in der Spiritualität auch nicht mehr länger an Ursache und Wirkung gebunden, können Kausalität beherrschen und uns Dogmen, Geboten und Lehrmeinungen entziehen.

Seit den 90er Jahren scheinen die ersten Vertreter dieser für uns alte Hasen seltsam erscheinenden Spezies hier und dort in der Welt aufzutauchen.

Man kann ihnen alles Wissen von Jahrtausenden unterbreiten und sie nehmen einen doch nicht ernster als jeden anderen, man kann Sie auf Liebe hinweisen und sie weisen zurück, man kritisiert sie und sie schenken ein Lächeln und ein Schreien, man lacht über ihre Wort doch sie sind wahr.

Wo sie wahrhaftig sagen “Du musst diese oder jene Krankheit jetzt nicht haben” hören wir mit tauben Ohren nur “Du willst diese Krankheit und bist selber schuld” und fordern sie voll im eigenen Recht stehend auf, es doch selbst vorzuleben… Und sie tun es.

Seid jene ganz wenigen begannen und langsam mehr wurden entwickelte sich das, was ich heute als „letzten spirituellen Krieg“ bezeichne: Durch das Neue beginnt das Alte sich von selbst zu zerfleischen… Die Frage ist: Sehen wir es oder ist es ein Krieg in dem jeder Soldat ist ohne es zu bemerken?

Der herrschende Klassenkampf

Eine schöne Ebene um diesen Krieg zu beobachten sind besagte soziale Medien, vor Allem natürlich jene Bereiche, in denen schon etwas etabliertere und nachgewiesener Maßen kundige und fähige Meister der alten Garde sprechen.

Die Stimmung lässt sich beschreiben mit “Die Fetzen fliegen” und zwar überall und in jede Richtung sobald etwas aus besagtem “Neuen” ins Feld des althergebracht Wirksamen kommt.

Nie hätte man gedacht, schon wieder so viel Hass, Verachtung, Egoismus, Wut und Herablassung zwischen spirituellen Menschen zu sehen wenn ein Vertreter der neuen Zeit die Bühne betritt.

Jahrzehnte in diesem und viele andere in anderen Leben wurden investiert um Kraft, Macht, Wissen und Liebe zu erreichen und doch brachte es nie zum Ziel endlich

  • zufrieden zu sein,
  • frei und erlöst zu sein,
  • keine Lehrer oder Lehren mehr zu brauchen,
  • einfach frei zu leben.

Was liegt also näher, als jenen Gutmenschen und Engelsträumern mal ne klare Ansage zu machen wie dämlich, ja fast widerwärtig vermessen sie sind.

Es wird aufgerufen für den Regenwald zu beten oder das Recht der Frauen wird gestärkt. Politische Skandale und Unmenschlichkeiten werden angeprangert, die Nahrungsmittelhersteller kritisiert, für das Recht und Liebe wird eingestanden, doch wehe Du wagst es in jenen Kreisen von Christus oder einem Engel zu sprechen…. Ein Sturm der Empörung genährt aus all den Hexenmorden kann dich ereilen. Und sprichst du von Dir als Schamane oder Magier, wirst Du grundsätzlich ausgelacht oder teils vorsichtshalber gleich über den Haufen geballert, denn Schamanen gibt es zwar, doch jeder der sich so benennt ist keiner… Warum auch immer. Die eigene Weisheit muss schließlich geschützt werden, zu groß ist die Zahl jener “Plastikexperten” die meinen etwas zu sein was nur wahre Vertreter wie man selbst sein können.

Wenn Du von alten Werten sprichst, bist Du oft automatisch „braun“, egal ob Du es wirklich bist oder nicht. Sprichst Du von neuen Werten bist Du ein Irrer Technokrat oder Kapitalist. Zeigst Du Gefühle bist du schwul, bist Du schwul bist Du ok und doch so daneben, dass man für Dich kämpfen muss.

Immer wieder beobachte ich, wie alte Granden dann aber plötzlich weg brechen, schwere Krankheiten erleiden oder psychisch in die Knie gezwungen sind und jene ganz wenigen Neuen, nun, sie sehen all dies nicht, denn sie mögen ja an vielen Orten sein, doch ganz gewiss nicht in sozialen Medien.

Auch diskutieren sie nicht über politische Themen, sie haben weder TV noch lesen sie Zeitung und der Versuch sie dafür als verantwortungslos zu kritisieren schlägt fehl, er trifft sie nicht.

Sie erschaffen Neues in dem sie es innerlich vorleben anstatt es äußerlich zu bekämpfen und je mehr man ihnen klar macht, dass sie so die Welt nicht retten können, umso mehr spürt man, dass sie es bereits tun.

Die Nutzbarmachung der Märkte

Natürlich dürfen wir uns aber bei all den schönen Worten keine Illusionen machen: Jene Vertreter des neuen Feldes sind keinesfalls erleuchtete Giganten die Alles wissen. Meist haben sie weder okkulte noch weltliche Erfahrung im großen Stil. Das Neue glänzt eher in der Abwesenheit dessen, was das Alte für Wichtig hielt.

Treffe ich jemanden aus der alten Garde ist bei der Erwähnung einer Ungerechtigkeit die Wahrscheinlichkeit, dass diese angeprangert oder sogar attackiert wird hoch, jemand aus dem neuen Feld weiß nicht wovon ich rede und gibt Dinge zum Besten wie: “Warum gehts Dir so schlecht”?

Und so fanden auch viele von ihnen eine Nische, ich nenne sie mal die “moderne oder neue Spiritualität”.

Seltsame Sigillen und Zeichnungen ohne historisch okkulten oder morphologischen Wert, Schminke und Businesskleidung, Jetsetleben ohne an die Konsequenzen für Mutter Natur zu denken, Schlank sein ohne zu fasten und vor allen Dingen interessanter Weise meist vermögend.

Die Wahrheit darin wurde von klugen Geschäftsleuten jedoch clever verfälscht und zum Coaching-Business-Markt gemacht, wo Geld plötzlich selbstverständlich, Gesundheit nicht erwähnenswert und Online-Webinare mit 500 Teilnehmern aus Tokio zu dem gehören was “Alltag” genannt wird.

Welcher der alten Garde kann das ertragen? Wohl kaum jemand und so erfüllt das Neue bestens seinen Zweck:

Es bringt das Alte dazu, sich der eigenen Innerlichkeit getriggert gewahr zu werden und das, ohne es überhaupt selbst zu bemerken.

Alte Mystik trifft auf moderne Wissenschaft

Ein weiteres Steckenpferd scheint die Welt der modernen Wissenschaft zu sein. Spiritualität und der Konnex zur Quantenphysik wird in einer Selbstverständlichkeit erkannt und dargestellt, dass ausgebildete Quantenphysiker gar nicht mehr wissen, wovon da überhaupt gesprochen wird.

Magnetische Momente werden als Heimat der Glaubenssätze gefunden, die Natur des Lichts wird klar als Sprache Gottes erkannt, die Schöpferkraft wird zu Elementarteilchen, die göttlichen Gesetze zu biegen wird als normal empfunden, Naturkräfte werden variabel und verlieren ihren Anspruch auf das Absolute und in Schulen wo solches neues Denken gelehrt wird, bewegen geschminkte junge Mädels Kraft Ihrer Gedanken Gegenstände und heilen schwere Krankheiten ohne sie buchstabieren zu können.

Die alte Garde beobachtet aus der Ferne bestenfalls kopfschüttelnd, besorgt oder wütend, doch eines tut sie ganz gewiss nicht – dort hin gehen.

Und das ist auch gut so…

FAZIT

Nach dieser eher belustigenden Darstellung von Entwicklungen im spirituellen Denken, Fühlen und Wahrnehmen, wollen wir nun einen tatsächlich kompetenten Blick auf jene Phänomene werfen, die sich im “Neuen” abspielen können.

Ich will aufzeigen wie und warum Kausalität plötzlich tatsächlich bei Heilung auch okkult gesehen nicht mehr länger gilt, warum Wirkung keine benennbare Ursache mehr braucht und wie sich die neuen Bewusstseinszustände von denen der alten Schamanen und Magier unterscheiden.

Bei all dem staune ich selbst, täglich, immer und immer wieder. Blicke verblüfft auf die eigene Reise und stelle fest: Es ist gut so, wir alle wären tatsächlich an unserem vermeintlichen Wissen gescheitert!

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